Der Blick fällt, er wandert vom Hang
hinunter zum Fluss, der strömt rasch und hell,
als speiste ihn noch der Schnee von den Bergen,
ruht nun auf dem feinen Tempel der Muse,
gelassen lehnt sie am Stein, die Mutter des Orpheus,
wie Epen nachsinnend, den Taten der Helden,
erdacht von antiken Dichtern, zu denen sich spätere
gesellten, späterer Adel, ein kleiner Staat,
der so seine Vorbilder ehrte und allzeit sich selbst.
Der Blick steigt herauf, folgt den Achsen
und Schlägen in ein und ein weiteres Jahrhundert,
streift andere Arten des Menschen zu wohnen,
fällt unter dem Ettersberg auf „Herders Ruh“:
Was wir waren? was wir einst noch werden?
Lass uns eins nur wissen, was wir sind.