Wissen Sie, ich lebe ja nicht nur
in der Gegenwart. Jeden Tag
gewinne ich ein paar Jahre hinzu,
ein paar bis eben unbekannte Jahre,
gewinne, die mich begleiten,
auch von den sprechenden Toten.
Mal sitze ich mit Petrus am Feuer
draußen, drinnen ertönt Geschrei.
Mal schaue ich Reichsgraf von Sporck
über die Schulter, wie er dem August
aus Sachsen das Geld abnimmt.
Mal steht Vergil an der Gartenpforte,
mal stellt die Sibylle sich ein.
Sie wissen, es gibt auch Erfundene.
Und es gibt den unbekannten Gott.
Mal sind es – sie wüssten es, lesend –
die drei, meine Söhne, geboren
in dem endlosen Jahrhundert,
ihr fragender Blick bei dem Anfang,
mein Fortgehen. – Und Dank sei
den Freunden, die Asche des einen
seit Mai in der Nordsee vor Büsum,
des anderen im Stettiner Haff seit Juni.